Gendern bedeutet, so zu schreiben und zu sprechen, dass sich alle Geschlechter mit einbezogen fühlen.

Das heißt, dass nicht das generische Maskulinum verwendet wird (“die Schüler”), sondern beispielsweise ein Gendersternchen (“die Schüler*innen”), um auch nicht-männliche Personen zu inkludieren.

Es gibt neben dem Gendersternchen auch andere Möglichkeiten, zu gendern: der Unterstrich und der Doppelpunkt beziehen ebenfalls nichtbinäre Geschlechtsidentitäten mit ein – Formen wie das Binnen-I oder der Gender-Schrägstrich führen dazu, dass weiterhin in einem System der absoluten Zweigeschlechtlichkeit gedacht wird, welches nicht der Realität entspricht.

Das generische Maskulinum hat sich mit unserer Sprache entwickelt, doch unsere Sprache wurde von Männern gemacht, weil Männer jahrhundertelang die Geschichte dominiert haben. Patriarchale Sprache ist nicht mehr zeitgemäß, deshalb sollten wir mit der Art, wie wir sprechen, tradierte Geschlechterrollen nicht mehr fortleben lassen.

Dass das generische Maskulinum auch konkrete Auswirkungen auf unseren Alltag hat, haben diverse Studien bewiesen. Wird eine Stelle ausgeschrieben, bei der alle Geschlechter ausdrücklich mit genannt werden („Wir suchen ein*e Filmregisseur*in“), gehen mehr Bewerbungen von Frauen, inter-, nonbinären und trans-Personen ein. Mädchen können sich eher vorstellen, einen von Männern dominierten Beruf auszuüben, wenn die Berufsbezeichnung sie auch direkt anspricht, wenn also zum Beispiel von „Ingenieur*innen“ gesprochen wird. Hier wird klar, wie wichtig das Gendern ist. Sprache formt unser Denken und Handeln, von klein auf, und ist somit ein wichtiger Schritt in der Realisierung von Gendergerechtigkeit.

Unsere Sprache unterliegt einem ständigen Wandel und es liegt an uns allen, ihn in Richtung einer inklusiveren Welt zu gestalten. 


Zur SDG-Aktion

Dieses Thema wurde im Rahmen der SDG-Aktion aufgefasst. Hierzu haben wir ein Feministischen Stadtspaziergang, mit Plakaten an verschiedenen Stellen, gestaltet.

Unser Ziel ist es dabei über das Thema Queerfeminismus aufzuklären.

Unten kannst du die weiteren Plakate die in der Stadt verteilt sind sehen. Wenn du die weitern Texte auch lesen möchtest findest du diese auf der Übersicht.