Von strukturellem Sexismus wird gesprochen, wenn FINT*-Personen aufgrund von institutionellen politischen Normen oder gesellschaftlichen Vorstellungen benachteiligt werden. Gesellschaftliche und politische Dimension gehen dabei oft Hand in Hand.

Ein gutes Beispiel hierfür ist der Gender Care Gap. Dieser besagt, dass Frauen im Schnitt 87 Minuten pro Tag länger unbezahlt im Haushalt arbeiten als Männer. Daraus resultiert, dass Frauen weniger Zeit haben einer bezahlten Arbeit nachzugehen.

Oft finden sie eine Anstellung in sozialen Berufen. In dieser Branche stellen Frauen noch immer einen Großteil der Beschäftigten. Aufgrund der schlechten Bezahlung fällt die Rente im Alter geringer aus und Frauen sind häufiger von Altersarmut betroffen. 

Während der Corona-Pandemie wird dies vielen Frauen zum Verhängnis, da sie entweder unter einem sehr hohen gesundheitlichen Risiko arbeiten müssen oder als Teilzeitbeschäftigte ein höheres Risiko haben ihren Job zu verlieren.

Dieses Berufsumfeld passt auch zu dem leider noch immer existenten, veralteten gesellschaftlichen Rollenbild. Nur 29,4 % der Führungskräfte in Unternehmen sind FINT*-Personen, bei DAX-Konzernen sind es sogar nur 24,6%!Aufgrund unterschiedlicher Löhne und den branchenbedingten Unterschieden wird es noch 202 Jahre dauern bis alle Geschlechter vollständig wirtschaftlich gleichgestellt sind.


Zur SDG-Aktion

Dieses Thema wurde im Rahmen der SDG-Aktion aufgefasst. Hierzu haben wir ein Feministischen Stadtspaziergang, mit Plakaten an verschiedenen Stellen, gestaltet.

Unser Ziel ist es dabei über das Thema Queerfeminismus aufzuklären.

Unten kannst du die weiteren Plakate die in der Stadt verteilt sind sehen. Wenn du die weitern Texte auch lesen möchtest findest du diese auf der Übersicht.