Bildungspolitik und Inklusion

Bildung muss für alle da sein und darf deshalb nichts kosten. Wir sind für Bildungsgerechtigkeit von klein auf. Frühkindliche Bildung ist ein entscheidender Faktor, um der Chancengleichheit in der Gesellschaft ein Stück näher zu kommen.

Dazu gehört auch die Förderung von Gemeinschaftsschulen und der Ganztagsbetreuung. Bildungschancen dürfen nicht von der sozioökonomischen Situation der Eltern abhängen. Insbesondere nicht Muttersprachler*innen sollten im Bildungssystem bedacht und mit der richtigen Förderung unterstützt werden.

Demokratiebildung, welche auch in Form von Mitbestimmung im schulischen Alltag gelebt werden soll, muss Teil des Lehrplans sein. Zu den aktuellen Herausforderungen der Bildungspolitik gehören die Digitalisierung und der Lehrkräftemangel. Diese müssen schnellstmöglich angepackt werden.

Digitale Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation in der heutigen Zeit und sollten deswegen auch einen entsprechenden Platz im Lehrplan einnehmen. Auch der kompetente Umgang mit sozialen Medien muss in der Schule vermittelt werden, um Probleme wie Cybermobbing, Fake News oder auch verzerrte Wahrnehmungen des eigenen Körpers zu verhindern. Pädagogische Elemente sollten mehr Platz im Lehramtsstudium einnehmen, damit die Lehrkräfte Schüler*innen in diesem grundlegenden Lebensabschnitt angemessen begleiten und die Persönlichkeitsentwicklung fördern können.

Die Schule muss für alle ein angstfreier und sicherer Ort sein. Denn nur, wer sich wohl und respektiert fühlt, kann erfolgreich lernen. Daher setzen wir uns für die Stärkung einer demokratischen und diskriminierungsfreien Schulstruktur ein.

Auch der Sportunterricht darf nicht länger ein Ort der Angst sein. Vielmehr sollte er eine Abwechslung zum restlichen Schulalltag darstellen und Schüler*innen vor allem dazu motivieren, sich zu bewegen und einen Ausgleich für das zu lange Sitzen zu schaffen. Einheitliche Leistungstabellen, die stur angewandt werden, lehnen wir ab. Diese wirken unmotivierend zeigen nicht, wie sehr sich bemüht wird oder wie stark sich jemand verbessert hat. Stattdessen fordern wir eine individuelle Bewertung der Leistung. Weitere Maßnahmen zur Gesundheitsförderung wie Rückentraining sollten ebenfalls vermehrt Platz finden. 

Der Meister ist genauso wichtig wie der Master, deshalb müssen Ausbildungen und Hochschulstudium gleichwertig gefördert werden, damit sie für Schul-abgänger*innen auch gleich attraktiv sind. Alle Bildungswege sollen innerhalb der Gesellschaft als gleichwertig angesehen werden: Berufsausbildung sowie die akademische Ausbildung sollen genauso wertgeschätzt werden.

Das Handlungsfeld Bildung sehen wir in einer Schlüsselrolle, um sich den aktuellen globalen Herausforderungen stellen zu können und die Zukunft nachhaltig gestalten zu können. Ziel sollte das Schaffen von Bildungsstrukturen sein, welche die Menschen zu kritischem und bewusstem Denken und Handeln befähigen.

Unserem Verständnis nach hört Lernen nicht mit dem Schulabschluss auf. Daher setzen wir uns für eine lebenslange Weiterbildung ein. Dazu gehört eine Förderung von außerschulischen Bildungseinrichtungen und Kulturstätten wie Volkshochschulen, Museen und vielen weiteren Einrichtungen. Zugang zu diesen sollen alle Menschen haben, unabhängig von ihrem sozialen oder finanziellen Status.

Menschen mit und ohne Behinderung sollen gemeinsam leben, lernen, arbeiten und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Barrieren, sowohl physische als auch gesellschaftliche, müssen in allen Lebensbereichen abgebaut werden, um eine inklusive Gesellschaft zu realisieren.

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